Augenoptik
Vom Beryll zur Brille
Nicht scharf zu erkennen ist, wann die Brille auftauchte, um
zunächst gegen Altersweitsichtigkeit, dann aber bei fast allen
Abbildungsfehlern des Auges helfend auf der Nase zu sitzen.
Vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts und vermutlich in der
Glasstadt Venedig entstand die Lesehilfe, die medizinische
Fachlieteratur erstmals 1302 erwähnt und ein auf 1352 datiertes
Fresko von Tommaso de Modena im Kapitelsaal des Klosters
San Niccolò erstmals zeigt.
Das Wort "Brille" leitet sich vom Beryll ab, das für alle klaren
Kristalle steht, aus denen man fast halbkugelförmige Lesesteine
schliff, die Text und Bilder vergrößern.
